Der HEIDEWEG lag früher schon in den Feldern vor der Stadt. Seit etwa 1891 gab es die Bezeichnung Am Haidewege. Erst als ab 1927 hier die ersten Vorstadthäuser gebaut wurden änderte an die Schreibweise in HEIDEWEG. An vielen Stellen mit Einfamilienhäusern bebaut, war diese Strasse doch auch immer von der Industrie geprägt. Gleich neben der Molkerei fast noch auf dem ULRICHSPLATZ lag die Chemische Fabrik von Dr. Hillringhaus und Dr. Heilmann, zu DDR-Zeiten lange vom Backwaren-Kombinat genutzt und heute abgerissen. Hinter dem quer verlaufenden KIEBITZWEG lagen die Holzwerke Eilmann & Co., zu DDR-Zeiten massiv ausgebaut als VEB Türenwerke und nach der Wende wieder privatisiert. Nach dem Konkurs heute nur noch eine Industrieruine. Einzig aus früheren Zeiten noch überlebend ist die Bettfedernfabrik. 1927 für den Unternehmer Max Oppen als hochmoderner Betrieb erbaut, 1938 wegen der jüdischen Abstammung von Max Oppen vermutlich unter Zwang an einen Nazi verkauft, unter russischer Administration enteignet und  zum VEB Bettfedernfabrik umorganisiert überlebte das Werk sogar die Wende 1989. Reprivatisiert, mehrfach von der Insolvenz bedroht, werden hier bis heute Bettfedern verarbeitet. Ansonsten wurden nach der Wende einige der Industriebrachen mit 2 Supermärkten und einem Baumarkt bebaut, die aber in den vergangenen 20 Jahren auch schon einige Besitzwechsel hinter sich haben. Am Ende teilt sich der HEIDEWEG in den PARUMER WEG und den BÄRSTSTÄMMWEG.

Ansichten:
1935 - Ecke Heideweg

 

 

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