Das östlich ausserhalb der Stadt liegende Wiesengebiet eignete sich wegen seines feuchten Untergrundes nicht zu Bebauung. Lange Zeit nur zur Wäschebleiche oder als städtische Weide genutzt, enstanden hier ab 1850 Spazierwege für die Bürger. Der PHILIPPSWEG wurde 1884 parallel zur Bahnstrecke nach Neubrandenburg errichtet und war am Anfang des 20.Jahrhunderts ein beliebter Weg für Ausflüge der Güstrower Bürger in Richtung BORWINSECK und PRIMERBURG. So schnurgerade wie im oberen Bereich der Karte von 1898 verläuft der Weg heute nicht mehr. Er wird seit 1976 vom völlig veränderten Verlauf des Flusses NEBEL unterbrochen. Später entstand in diesem Bereich noch die neue Strassenbrücke über die Bahngleise und die NEBEL. Die auf den Postkarten von 1906 und 1920 abgebildete, sogenannte ROTE BRÜCKE überquerte den damaligen Hauptarm der NEBEL, der das Wasserwerk und die Mühlentormühle AM BERGE mit Antriebskraft versorgte. Die Filterbassins wurden in den 50ger Jahren in ein Freibad umgestaltet. Die ursprüngliche erste städtische Badeanstalt lag weiter östlich in einer Fluss-Schleife. Der Verlauf der meisten Wege in diesem parkähnlichen Areal ist auch heute noch ähnlich. Die grösste Veränderung ist die heute mitten hindurch führende LIEBNITZSTRASSE, die von der Brücke bis zur Kreuzung PLAUER STRASSE und GOLDBERGER STRASSE führt und die Innenstadt vom Verkehr entlastet.

Ansichten:
1904 - Philippsweg 1905 - Partie beim Mühlentor (Neuer Damm) 1906 - Promenade 1910 - Philippsweg
1910 - Ostpromenade 1915 - Promenade mit Schloss 1919 - Philippsweg 1920 - An der Nebel
   
1930 - Promenade 1965 - Badeanstalt 'Am Filter'    

 

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